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Fernglas Jagd 8x56: Eigenschaften und Einsatz beim Beobachten
KI-generiertes Bild. Es zeigt keine reale Aufnahme und kein bestimmtes Gerät. Mehr zu unseren Bildern
Inhalt 7 Abschnitte
Was die Angabe 8x56 bedeutet
Bei einem 8x56 vergrößert das Fernglas achtfach, der Durchmesser jedes Objektivs beträgt 56 mm. Aus beiden Zahlen lässt sich ablesen, was das Glas bei wenig Licht leistet. Die Austrittspupille ist der Objektivdurchmesser geteilt durch die Vergrößerung: 56 : 8 = 7 mm. Die Dämmerungszahl ist die Wurzel aus Vergrößerung mal Objektivdurchmesser: √(8 x 56) = √448, also etwa 21,2.
Der große Objektivdurchmesser von 50 oder 56 mm sammelt deutlich mehr Licht als die gängigen 42 mm. Warum das nur unter bestimmten Bedingungen im Bild ankommt, erklärt der nächste Abschnitt.
Lichtleistung in der Dämmerung
Jäger und Naturbeobachter sind oft in den Randstunden des Tages unterwegs, wenn Wild und Vögel aktiv sind. Hier zeigt sich der Vorteil der großen Austrittspupille, denn das Auge öffnet seine Pupille bei Dunkelheit weit. Bei jungen Menschen kann sie sich auf bis zu etwa 7 mm weiten, mit zunehmendem Alter bleibt sie meist kleiner. Ein 8x56 kann also nur dann sein volles Licht ausspielen, wenn das Auge die 7 mm auch nutzt. Tagsüber ist die Pupille klein, und der Vorteil verschwindet.
| Format | Austrittspupille | Dämmerungszahl |
|---|---|---|
| 8x42 | 5,25 mm | etwa 18,3 |
| 10x42 | 4,2 mm | etwa 20,5 |
| 10x50 | 5 mm | etwa 22,4 |
| 8x56 | 7 mm | etwa 21,2 |
Die Tabelle zeigt zwei Dinge. Erstens liegt das 8x56 bei der Dämmerungszahl über einem 10x42 und bei der Austrittspupille deutlich darüber. Zweitens erreicht ein 10x50 eine höhere Dämmerungszahl, hat aber eine kleinere Austrittspupille und vergrößert stärker. Welche Kennzahl für Sie zählt, hängt davon ab, ob Sie mehr Details aus der Entfernung oder ein helles, ruhiges Bild wünschen. Mehr zur Lichtstärke bei Ferngläsern finden Sie in einem eigenen Beitrag.
Ein Fernglas erzeugt kein Licht. In völliger Dunkelheit sieht auch ein 8x56 nichts. Es nutzt nur das, was Mond, Sterne oder Restlicht der Dämmerung liefern, und holt davon mehr heraus als ein kleineres Glas.
Einsatz beim Beobachten im Revier und in der Natur
Das Format ist bei Jägern verbreitet, weil es sich auf das Beobachten bei wenig Licht richtet. Folgende Situationen sind typisch:
- Ansitz: Beim stillen Warten auf einem Hochsitz oder an einer Kanzel hilft die helle Abbildung, Wild in der Dämmerung anzusprechen, also nach Art, Alter und Geschlecht zu unterscheiden.
- Pirsch: Beim langsamen Gehen eignet sich das Glas zum gezielten Absuchen von Wiesen und Waldrändern, solange Sie das Gewicht tragen mögen.
- Gebirge und offenes Gelände: Wer weite Flächen absucht, profitiert von der ruhigen Abbildung der achtfachen Vergrößerung.
- Vogel- und Wildbeobachtung: Für Zugvögel in der Dämmerung oder Rehwild am Waldrand ist die Lichtleistung ein Plus, bei Tageslicht aber nicht nötig.
- Wandern: Mit Einschränkungen: Größe und Gewicht sprechen auf langen Strecken dagegen.
Eine achtfache Vergrößerung lässt sich freihändig noch gut ruhig halten. Wer länger in eine Richtung schaut, stützt das Glas auf Brüstung, Ast oder Rucksack und entlastet so Arme und Hände.
Vor- und Nachteile des Formats
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Große Austrittspupille für ein helles Bild bei wenig Licht | Größer und schwerer als Gläser der Klasse 8x42 |
| Achtfache Vergrößerung bleibt freihändig gut kontrollierbar | Bei Tageslicht bringt die große Austrittspupille keinen Vorteil |
| Ruhige Abbildung auch bei bewegtem Beobachten | Oberklasse-Optik und Verarbeitung sind aufwendiger und damit teurer |
| Vielseitig für Dämmerung, Ansitz und Naturbeobachtung | Aufbewahrung und Transport brauchen mehr Platz |
Worauf Sie bei der Auswahl achten
Zwei 8x56 können sich deutlich unterscheiden. Diese Punkte lohnen einen Vergleich:
- Bauart: Dachkantgläser sind gerade gebaut und kompakter, Porrogläser mit versetzten Rohren sind oft günstiger bei vergleichbarer Leistung, aber breiter.
- Vergütung und Glas: Mehrschichtvergütungen und Phasenkorrektur bei Dachkantprismen verbessern Helligkeit und Kontrast. Prüfen Sie die Herstellerangaben dazu.
- Dichtung: Eine Stickstoff- oder Argonfüllung verhindert das Beschlagen im Inneren. Die Schutzart nach IEC 60529 gibt an, wie gut das Gehäuse gegen Wasser geschützt ist, IPX7 etwa steht für zeitweiliges Untertauchen.
- Augenabstand und Dioptrienausgleich: Brillenträger brauchen drehbare Augenmuscheln. Der Dioptrienausgleich gleicht Unterschiede zwischen beiden Augen aus.
- Tragekomfort: Wegen des Gewichts lohnt sich ein breiter Gurt oder ein Brustgeschirr.
Die Unterschiede der Objektivgrößen im Detail erklärt der Beitrag zum Einfluss des Objektivdurchmessers auf die Lichtaufnahme. Probieren Sie Gläser, wenn möglich, im Fachhandel selbst aus und lesen Sie unabhängige Prüfberichte.
Wichtig ist zudem ein Sicherheitshinweis: Sehen Sie mit einem Fernglas niemals in die Sonne, auch nicht in der Dämmerung kurz vor Sonnenauf- oder -untergang. Das kann die Augen dauerhaft schädigen.
8x56, 8x42 oder 10x50: Entscheidungshilfe
Die Wahl hängt weniger vom Gerät als von Ihrer Nutzung ab. Stellen Sie sich drei Fragen. Wann beobachten Sie vor allem? Wer meist bei Tageslicht unterwegs ist, braucht keine 7 mm Austrittspupille, ein 8x42 ist leichter und handlicher. Wie lange tragen Sie das Glas? Auf langen Wegen summiert sich jedes zusätzliche Gewicht, bei kurzen Wegen zum Hochsitz spielt es kaum eine Rolle. Wie wichtig sind Ihnen Details in der Ferne? Ein 10x50 zeigt mehr, verwackelt aber stärker und hat eine kleinere Austrittspupille.
Zum Ruhighalten helfen eine Auflage, ein Einbeinstativ oder der Rucksack als Stütze. Eine höhere Vergrößerung als etwa 10-fach lässt sich freihändig kaum noch zuverlässig halten. Trägt Ihr Glas ein Stativgewinde, lässt es sich bei langen Ansitzen auf ein Stativ setzen und entlastet Arme und Augen.
Kurz gesagt
- Ein 8x56 hat 7 mm Austrittspupille und eine Dämmerungszahl von etwa 21. Der Vorteil zeigt sich bei wenig Licht.
- Bei Tageslicht genügt ein kleineres, leichteres Glas wie ein 8x42.
- Gewicht, Bauart und Dichtung entscheiden im Alltag mit. Probieren Sie das Glas vor dem Kauf aus.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu